Südafrika Tag 0 - Hinkommen


Ich habe mich wieder von der ÖBB-App reinlegen lassen. So hab ich am Hauptbahnhof in Linz 36 Minuten gewartet. Die S5 (aka Lilo) ist das einzige mir bekannte öffentliche Verkehrsmittel, das so pünktlich ist, dass 4 Minuten zum umsteigen reichen würden. Aber dieser Fakt wird leider von der App nicht berücksichtigt und so sitz ich erstmal mit Sack und Pack am Hauptbahnhof rum.


Trotz guter Füllung hat mein Koffer nicht mal 30 Kilo und der Rucksack mit meiner Kameraausrüstung noch unter 8 Kilo.

Ich sags gleich, wir haben uns einen Business-Class Flug vergönnt. Wir haben uns aber preisbewusst gegen den teureren Direktflug mit der Austrian, für den Flug über Istanbul mit Turkish entschieden.
Hier mein 5-Punkte-Plan für den vollen Genuss dieser Buchungsklasse:

1. Lounge besuchen

2. Als allererster Boarden

3. Alle Knöpfe am Sitz drücken

4. Den anderen beim Boarden zusehen

5. Einen Damenspitz ausfassen (mit 1. erledigt)


An dieser Stelle wieder eine Frage an meine Leser aus der Kategorie WTFidk (What The Fuck? i don't know).
Warum steigt man in der Business Class eigentlich immer als erstes ein?
Würde es in kleinen Fliegern nicht bequemer sein nicht auf alle anderen warten zu müssen?

Unser Turkish Airlines Airbus A330-200/300 (kann mir die Bezeichnung jemand erklären?) nach Istanbul hat wohl schon ein paar Kilometer am Tacho und die Innenausstattung wirkt etwas vergilbt. Vor dem Start können wir dem Entertainment-System beim Startvorgang zusehen aber die Sitze sind sehr bequem.
Etwas verwirrend war auch, dass wir an Board mit fremden Namen begrüßt wurden. Der Steward hat mir aber versichert, dass wir nach Istanbul fliegen und am richtigen Flug sind. Da es mit der Logistik hier offenbar etwas gröber im Argen liegt habe ich später noch einen nicht bestellten aber köstlichen türkischen Kaffee genossen.


Die 24 Stunden geöffnete Lounge in Istanbul ist riesengroß und sehr schön. Man kann sich hier die Zeit nicht nur mit Essen und Trinken, sondern auch mit einer Carrera Rennbahn, Golf Simulator und vielem mehr vertreiben.

Der Vogel unseres Anschlussfluges ist neueren Baujahrs und viel bequemer. Unser Beweggrund Business zu fliegen war, ausgeruht anzukommen und den ersten Tag in Cape Town gleich voll genießen zu können. Damit das auch funktioniert haben wir das Abendessen abbestellt und uns gleich gebettet. Hungrig gingen wir dennoch nicht ins Bett, da wir bisher gefühlt nur gegessen und getrunken haben. Andere Passagiere an Board sahen das nicht so und haben sich um 2300 natürlich noch die Shrimps reingepfiffen.


Überraschend gut erholt bin ich dann auch 2 Stunden vor der Landung aufgewacht. Danach konnte ich mich kaum entscheiden ob ich Frühstücken oder einfach nur aus dem Fenster starren soll. Die Landschaft war bereits aus der Vogelperspektive eindrucksvoll und ich habe auch eines dieser Solarkraftwerke entdeckt, bei dem mit Spiegeln die Sonne fokussiert wird.

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