Zurück zum Happy-Place (Teil 1)


Unser letzter Aufenthalt war inspiriert durch die Köstlichkeiten im Neni am Naschmarkt. Begeistert von der Stadt aber mit dem typischen Gefühl, dass der Urlaub viel zu kurz war sind wir wieder nachhause gekommen.
Als ob Austrian das gespürt hätte flatterte im darauffolgenden Jänner ein Angebot für VIE>TLV in den Mail-Postkasten von Mimi. Gehyped vom ersten Besuch und dem Schnäppchen-Adrenalin haben wir sofort zugeschlagen. So kommt es nun, dass wir Ende Oktober im Flieger nach Tel Aviv sitzen.


Dieses Mal haben wir uns nach unserer gescheiterten Liebschaft in Paris dafür entschieden es nochmal mit Airbnb zu probieren. Geworden ist es ein gemütliches Apartment in Jafo, der Altstadt Tel Avivs. Nun blieb über den Sommer noch genug Zeit um von unserer bevorstehende Reise bei allen Interessierten und nicht Interessierten zu schwärmen. So hat es sich auch ergeben, dass das zusätzliche Doppelzimmer nun von Freunden belegt wird und wir einen Pärchenurlaub verbringen.


Mit dem halben Jahr an Vorlaufzeit hätte ich auch genug Zeit gehabt um Vorbereitungen zu treffen aber bis kurz vor dem Flug war ich eigentlich mit meiner hauptsächlich essenslastigen MyMaps-Karte mehr als zufrieden.
Dann sind aber 0,5 Kilo Familie Molcho in Form eines Buches dazwischen gekommen. Obwohl noch 2 Wochen zu früh für ein Geburtstagsgeschenk habe ich dieses großartige Bildband-Reiseführer-Kochbuch bekommen. Leider bin ich nach dem bestaunen der Bilder nur bis zur Hälfte der darin festgehaltenen Geschichten einiger Tel-Avivians gekommen. Ich vermute deshalb vor Reiseantritt bereits stark, dass wir wohl wieder kommen werden.


Ich bin begeisterter Railjet-Fan (alle anderen Züge sind Schnecken und ich fahre lieber Auto) und so wird dieses Mal mit der ÖBB von Linz angereist. Die Reservierung von Platz 92 hätte ich mir aber sparen können. Auf jeder Sitzplatzanzeige im sehr vollen Wagen 32 stand „ggf reserviert“. Der Typ mit Kopfhörern auf meinem reservierten Sitzplatz hat so lange den Doofmann gespielt bis ich mein Gepäck über ihm verstaut hatte und dabei einen freien Sitzplatz etwas weiter weg erspähte. Danke ÖBB und <Spruch über den Typen und ein Stereotyp einfügen>.


Am folgenden Nationalfeiertag habe ich mich ausgiebig auf den bevorstehenden Flug vorbereitet. Mit einem 10-Kilometer-Lauf, einem Besuch am Heldenplatz und mit Mimi im Cafe Schwarzenberg kann der Urlaub nur ausgezeichnet starten.


Von Wien nach VIE möchten wir wieder mit dem DriveNow fahren. Schlecht nur, dass das einzige Auto in der Nähe uns nach Ende der Reservierungszeit vor der Nase weggebucht wurde. So sind wir samt Gepäck 10 Minuten irgendwo hin spaziert um einen feschen 2er BMW zu leihen. Die umgelegte Rücksitzbank und lieblos verstaute Hutablage zauberten uns ein paar dumme Sprüche auf die Lippen. Nach einem kurzen wie lieblosen Versuch das Auto kofferraumtechnisch zu fixen haben wir unsere Koffer eingeworfen und sind eingestiegen. Mit dem Losfahren hat es dann aber doch noch etwas gedauert aber wir haben zumindest der netten Telefonistin von DriveNow den Abend hörbar verschönert. Ich hatte nämlich wieder meinen Pin vergessen und diesmal alle Versuche vergeblich verwirkt. Die Hotline-Frau hat, angerufen vom Mimi-Phone gleich geglaubt, ich sei Herr Mandl. Als Mimi mir dann Verbal aushalf brach die Dame schon ein bisschen in Gelächter aus, hier haben sich zwei übers Telefon gefunden.


Der Rest war dank Vielflieger-Mims Priority sehr entspannt. Als wir im Jamies Italian auf meine Nachfrage hin vom Kellner darüber informiert wurden, dass Jamie nicht da ist fand ich das etwas enttäuschend. Doch sehr aber etwas weniger enttäuschend war, dass die Zapfanlage offenbar defekt war.

Dabei haben wir eine spannende Nachricht von unserem Reisebegleitpärchen bekommen. Er (wider der Mann) hat seinen Pass zuhause liegen lassen. Ab jetzt konnten wir im WhatsApp Live Ticker die spannende Aktion mitverfolgen. Genau der eine Freund mit Schlüssel war genau noch zu erreichen und hat sich sofort auf den Weg zum Flughafen gemacht, was für ein Zufall! Dann war auch noch vor Passkontrolle war eine ewig lange Schlange. Es wurde also wieder spannend, wenn wir uns hier anstellen, wird sogar für uns das Boarding knapp und die Beiden hatten noch immer keinen Pass. Wenigstens was das Gepäck schon abgegeben, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass keiner am Vorfeld freiwillig einen Flieger wieder ausräumt. Dank Mimis Adleraugen (nur mit Brille oder Linsen) konnte auch die Schlange bei der Passkontrolle super schnell umgangen werden. Mit biometrischem Pass hat kann man die automatische Kontrolle in no Time und ohne Anstellen absolvieren.


An Board von Austrian Airlines gibt es ein rotes Kuschelkissen und eine Decke für das Nickerchen. Auf dieser Verbindung gibt es nicht nur noch warmes Essen serviert, sondern einen Sitzplatz direkt schräg vor Sami Molcho. Mimi hatte einen Fangirl Moment aber sich nicht getraut ihn anzusprechen.

Nach lokaler Zeitrechnung (+1 Stunde) haben wir um kurz vor 0200 scheppernd unser Airbnb in Besitz genommen. Für Schlaf bleibt aber nicht viel Zeit, denn um 1100 startet unsere Free Walking Tour.


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