Welcher Gorilla?

Ich bin genau seit 6. April 2015 Nutzer eines Joby Gorillapod Hybrid. Das mit dem Konzept hatten sie mich sofort. Das Ding mit seiner Größe immer dabei haben und dank seiner biegsamen Füße an Pfosten und was man sonst noch so findet befestigen zu können ist super.


Leider hat das Material meines Jobys an den Kugelkopfnähten Stück um Stück aufgegeben und er konnte daher das Gewicht meiner Fuji nicht mehr tragen. Von dem Problem liest man leider in den Rezessionen öfters. Ich habe dem mit Superkleber entgegen gewirkt. Dadurch verhält er sich jetzt als ob er zu viel Viagra genommen hätte.


Der richtige Gorilla

Trotz des Mangels an Haltbarkeit habe ich beschlossen mir einen neuen Gorillapod zuzulegen. Dieses Mal mit mehr Tragkraft. In der Hoffnung, dass dadurch und Evolutionsstufen beim Hersteller eine längere Lebensdauer herausschaut.


Damit ging eine schwierige Tech-Decision los. Zum Einen wollte ich für Kompatibilität zu meinem Peakdesign Clip einen Kugelkopf mit Arcaswiss Aufnahme. Zum Anderen sollte er auch wieder in meinen Mindshift Rucksack passen.


Im Internet habe ich leider vorab keine Vergleichsbilder gefunden und daher Gorillapod 5K Kit bestellt :) Sieht massiv aus und hat den richtigen Kugelkopf bereits mit dabei. Gleich mal das fette Teil zu bestellen ist ziemlich männlich und als ich das Teil ausgepackt hatte, hat sich natürlich schnell herausgestellt, dass diese Version riesig ist. Alternativ kommt für mich nur der Gorillapod 3K single in Frage, denn das Kit hat einen Kopf ohne Arcaswiss.


Der Kugelkopf von Joby am 5K-Kit hat mir ganz gut gefallen. Er gibt sich schlicht, ohne die süßen/unnötigen Wasserwaagen an allen Seiten.


Das Gewicht kann ich nicht kompetitiv beurteilen aber gewogen gibt es beim alten Joby Kugelkopf und der neuen Version keinen Unterschied. Ich habe auch bei näherer Betrachtung nichts außer der Farbe feststellen können.
Preislich liegt er zwar über den billigen auf Amazon aber unter den Marken-Köpfen von zum Beispiel Sirui.


Der 5K gibt sich auch durch das doch enorme Gewicht (keine Ahnung wie Casey Neistad das Ding den ganzen Tag halten kann) und damit verbundenen dickeren Beinen sehr robust. Ich habe bis zum Schluss gerätselt ob die hier nicht statt aus Plastik aus Metall sein dürften. Die Entscheidung ist aber weniger wegen des Gewichts für den 3K ausgefallen, sondern mehr wegen der auch viel größeren Dimensionen und dadurch enstehenden Inkompatibilität mit meinem Mindshift Rucksack.


Hacks

Und hier noch ein kleiner Hack für alle Peakdesign Clip- und Joby Gorillapod-Nutzer. Wie in meinem Beitrag zum Clip beschrieben, ist die Montageplatte zusammen mit der XT1 etwas suboptimal. Ihr könnt aber die Schraube aus der Grund-Platte vom Joby heraus schrauben und für die des Clips verwenden. Damit entfällt dann, dass man zum Batteriewechsel einen Inbusschlüssel benötigt.


Wer sich das Gewicht des Kugelkopfes ersparen möchte kann theoretisch auch eine Adapterplatte verwenden. Dadurch wird der Joby viel kompakter und kann trotzdem noch ausgezeichnet als Stativ verwendet werden. Möchte man ihn jedoch um irgendwas wickeln, fehlt einem sicher schnell die Möglichkeit die Kamera auszurichten.


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